Wer Demokratie stärken will, benötigt Informationen über ihre Schwachstellen. Demokratiefeindliche und ausgrenzende Einstellungen sind in allen Bevölkerungsgruppen in Deutschland weit verbreitet. Einen Überblick über die verschiedenen Elemente rechtsextremer Ideologie sowie aktuelle Themen und Betätigungsfelder der extremen Rechten haben wir in dieser Rubrik zusammengestellt. Weiterführende Materialien sind unter den einzelnen Textabschnitten verlinkt.
Rassismus hat viele Spielarten. Diskriminierende Einstellungen finden sich nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft, sondern sind auch immer wieder Bestandteil öffentlicher Debatten. Von offener Gewalt wie dem Mord an Marwa El-Sherbini 2009 in einem Dresdener Gerichtssaal bis hin zu verallgemeinernden, ablehnenden Aussagen über "die" MuslimInnen, reichen die Erscheinungsformen islamfeindlicher Einstellungen und Taten.
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- „Die wollen doch gar keine Arbeit finden“ oder „Die leben auf unsere Kosten“. Wer kennt nicht solche oder ähnliche Aussagen? Immer wieder geraten Langzeitarbeitslose in den Fokus der Abwertung. mehr»
- Homosexuellenfeindliche Einstellungen sind unter vielen Jugendlichen auch in unserem Bundesland stark verbreitet. Als eine der Haupttätergruppen, die für lesben- und schwulenfeindliche Einstellungen und Übergriffe bekannt sind, zählen rechtsorientierte Jugendliche. Homosexuelle passen mit ihrer Lebensweise nicht in das Bild dieser Jugendlichen. Die Motivation der Täter ist von einem ausgeprägten Hass gegenüber der gleichgeschlechtlichen Lebensweise geprägt. mehr»
- Der Begriff „Rechtsextremismus“ ist eine Sammelbezeichnung, die mehrere Dimensionen umfasst: Ausländerfeindlichkeit, Chauvinismus, Sozialdarwinismus, Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Verharmlosung des Nationalsozialismus und Antisemitismus. Fest steht, dass rechtsextreme Menschen von einer „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ ausgehen. Sie sind schlicht der Meinung, dass einige Menschen mehr wert sind als andere. mehr»
- Rassismus geht davon aus, dass Menschen nicht als Individuen, sondern als Teil einer Gruppe bewertet werden müssen. Rassisten unterstellen, dass aus dieser Gruppenzugehörigkeit unveränderliche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Charakterzüge erwachsen. Dabei ist ganz klar, dass die eigene Gruppe die höherwertige ist und mehr Rechte besitzt. mehr»
- "Antisemitismus" bezeichnet die pauschale Ablehnung von Juden und Judentum. Der Begriff beschreibt die Feindschaft gegen alle Völker der semitischen Sprachgruppe. Dabei ist die Bezeichnung „semitisch“ irreführend, bezeichnet sie doch neben dem antiken Phönizisch und dem biblischen Hebräisch auch das heutige Arabisch. mehr»
Kooperation
Engagierte Bürger, Bündnisse gegen Rechts oder entschlossene Politiker: Es existieren vielfältige Möglichkeiten, sich gegen Rechts stark zu machen. Von A wie Angermünde bis Z wie Zossen stellen wir an dieser Stelle eine Auswahl unserer Partner dar.
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Beim Jugendbündnis F.E.T.E. ist der Name Programm. Die Jugendlichen engagieren sich Für Ein Tolerantes Eberswalde gegen Rechtsextremismus. Mit viel Kreativität und neuen Ideen möchte das Jugendbündnis aufklären, für Toleranz gegenüber anderen Kulturen und für eine multikulturelle Gesellschaft werben. mehr»
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In den Jahren 1999 bis 2002 wurde Wittstock zu einem Schwerpunkt rechtsextremer Aktivitäten in Brandenburg. Mit der Gründung des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus in Wittstock und Umgebung setzen die WittstockerInnen ein Zeichen gegen rechtsextremes Treiben.
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Das Aktionsbündnis Brandenburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ist ein Netzwerk, indem sich landesweit tätige Organisationen und lokale Bündnisse, sowie Persönlichkeiten des Landes Brandenburg versammeln, um gemeinsam für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Brandenburg zu engagieren.
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- "Mehrere Leute und Gruppen in Zossen wollten Auftritten der Rechten etwas entgegensetzen. Ziemlich schnell stand fest: Das machen wir gemeinsam! Wir wollen die Menschen für die Gefahr braunen Gedankenguts sensibilisieren. Es darf einfach nicht gelingen, dass hier in Zossen feste Neonazi-Strukturen entstehen. Zossen darf nicht zur Spielwiese von Alt- oder Neonazis werden." mehr»
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Das Multikulturelle Centrum Templin ist das Kulturzentrum der Stadt Templin und ein wichtiges Podium für die Region Uckermark. Es wird von Vereinen, Institutionen und Initiativen als Versammlungs- und Aufführunsgort genutzt. In dieser Funktion diente das Kulturzentrum als Ort für die SPACES-Veranstaltungsreihe Café de la Tolerance der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V.
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- Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts findet sich in Beeskow vierlerorts. Im Rahmen der SPACES-Veranstaltungsreihe "Café de la Tolerance" finden in der Stadtbibliothek des Ortes und dem Jugendklub Bumerang e.V. Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftung statt. mehr»
- Das "Offi" in Bad Freienwalde bietet Raum für individuelle Ausgestaltung und bürgerschaftliches Engagement. Jugendbands finden hier Proberäume, die Seniorenclique Platz für den nachmittäglichen Kaffeetreff. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Förderung der Entwicklung der Jugendlichen, insbesondere der Erwerb von Medienkompetenz. Träger der Einrichtung ist die Stiftung Sozialpädagogisches Institut Walter May. mehr»
- In Zeiten finanzieller Knappheit setzen sich die Kinder und Jugendlichen des KLAB Luckenwalde für die Erhaltung sozialer Räume ein, in denen sie sich mit der Gesellschaft auseinandersetzen, diskutieren und Ideen (weiter-)entwickeln können. mehr»
- Mittlerweile hat sich das Café Elbe 8 in Wittenberge, geführt von Mathias Stelter, als Ort für die Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V. bewährt und dementsprechend fest etabliert. mehr»
- Längst ist erwiesen, dass rechtsextremistische und fremdenfeindliche Einstellungen kein hauptsächliches Jugendphänomen, sondern tief in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt sind. In Bernau hat sich dagegen das „Netzwerk für Toleranz und Weltoffenheit“ gegründet. mehr»
- In Fürstenwalde, im Landkreis Oder-Spree gelegen, hat sich bereits am 11. September 1998 ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus gegründet. Anlass war damals der immer stärker auftretende Rechtsextremismus in der Region, der bereits mehrmals gewaltsam ausgebrochen ist. mehr»