Trainingsangebote für MitarbeiterInnen der Arbeitsagenturen und Jobcenter
Was tun, wenn eine Kundin gegen Minderheiten hetzt? MitarbeiterInnen der Jobcenter und Arbeitsagenturen sind im ständigen Kontakt mit KundInnen und daher auch mit vielfältigen und oftmals schwierigen Meinungsäußerungen konfrontiert. Gegen diskriminierende Äußerungen einzutreten, ist nicht leicht. Doch Zivilcourage kann man lernen.

Die folgenden Trainings vermitteln Strategien und Handlungsmöglichkeiten und gehen den Ursachen von Vorurteilen und gesellschaftlichen Ungleichheiten auf den Grund. Erfahrene TrainerInnen gehen auf die persönlichen Erfahrungen der TeilnehmerInnen ein. Die Teilnehmenden lernen, couragiert gegen menschenverachtende Äußerungen einzutreten. Vielfalt in der Arbeitswelt kann so positiv genutzt werden statt zu Ausgrenzungen zu führen. Hierzu gehören auch der alltägliche Umgang mit Entscheidungsprozessen und die Frage, was eine gerechte Entscheidung bedeutet. Die Trainings können einzeln oder als Reihe direkt vor Ort durchgeführt werden und an die lokalen Bedürfnisse angepasst werden.

 

Kein Platz für Diskriminierungen!

I Diskriminierungen erkennen

Sexistische, rassistische und andere diskriminierende Einstelllungen sind weit verbreitet. Sie werden nicht nur von Rechtsextremen geäußert, sondern begegnen einem auch im Berufsalltag. Diskriminierende und rechtsextreme Meinungen zu erkennen und zu unterscheiden, ist nicht immer leicht. Hier bietet das Training Hilfestellung und zeigt auf, welche Möglichkeiten und gesetzlichen Grundlagen es gibt, sich gegen abwertende Äußerungen zur Wehr zu setzen.

Schwerpunkte des Trainings:

  • Sensibilisierung für das Thema Diskriminierung
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit/Rechtsextremismus
  • Gesetzliche Grundlagen für Gleichbehandlung (Artikel 3 Grundgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz [AGG])
  • Wie kann ich mich abwertenden und diskriminierenden Äußerungen/Handlungen entgegensetzen?

 
II Argumentieren gegen Diskriminierung

Wie kann man rassistische und andere Vorurteile schnell und schlagkräftig widerlegen? Ziel des Trainings ist eine Analyse diskriminierender Argumentationen, um die TeilnehmerInnen zu befähigen, selbst gezielt dagegen zu halten.

Schwerpunkte des Trainings:

  • Was sind Diskriminierung, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus?
  • Analyse und Umgang mit diskriminierender und rechter Argumentation auf der Sachebene
  • Situationsanalyse – welcher Umgang mit diskriminierenden Äußerungen und rechtsextremem Klientel im Jobcenter ist im jeweiligen Fall sinnvoll?
  • Argumentationstraining gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus

 

Vorurteile hinterfragen – Vielfalt fördern

 

I Vielfalt leben mit Anti-Bias

Nicht nur im Alltag, sondern auch bei der Arbeit sind wir mit unterschiedlichen Lebensstilen und Einstellungen konfrontiert. Die Sensibilisierung für diese Unterschiede kann dabei helfen, Vielfalt wertzuschätzen und als Bereicherung wahrzunehmen. Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass wir Vorurteile erlernen, diese aber auch wieder verlernen bzw. bewusster mit unseren Voreingenommenheiten umgehen können. Das hilft im Umgang mit KundInnen und kann zu einem Arbeitsklima der gegenseitigen Wertschätzung beitragen.

Nicht nur im Alltag, sondern auch bei der Arbeit sind wir mit unterschiedlichen Lebensstilen und Einstellungen konfrontiert. Die Sensibilisierung für diese Unterschiede kann dabei helfen, Vielfalt wertzuschätzen und als Bereicherung wahrzunehmen. Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass wir Vorurteile erlernen, diese aber auch wieder verlernen bzw. bewusster mit unseren Voreingenommenheiten umgehen können. Das hilft im Umgang mit KundInnen und kann zu einem Arbeitsklima der gegenseitigen Wertschätzung beitragen.

Schwerpunkte eines eintägigen Trainings:

  • Vorstellung des Anti-Bias-Ansatzes
  • Übungen zur eigenen Sensibilisierung
  • Bedeutung von Vorurteilen und Diskriminierung im (Arbeits-) Alltag
  • Möglichkeiten zur Sensibilisierung im (Arbeits-)Alltag

 

II Gerechtes Miteinander mit Betzavta

Das hebräische Wort „Betzavta“ bedeutet „Miteinander“. Es bezeichnet eine Trainingsmethode, mit der man einen demokratischen Umgang mit Entscheidungen und Konflikten üben kann.
Im Training werden Kompetenzen im Umgang mit dem Verhältnis von Mehrheiten und Minderheiten, Konflikten und Alltagsproblemen geschult. Hintergrund ist ein Demokratieverständnis, das allen Menschen das gleiche Recht auf Freiheit zugesteht. Die Beteiligung aller MitarbeiterInnen im Team und der Austausch untereinander werden gefördert. Dabei steigt die Zufriedenheit im Arbeitsalltag.

Schwerpunkte eines eintägigen Trainings:

  • Vorstellung des Betzavta-Ansatzes
  • Praktische Übungen und Alltagsbezug
  • Einstieg in den demokratischen Umgang mit Entscheidungsfindungen, Minderheiten/Mehrheiten und Konflikten
  • Möglichkeiten zum Transfer im Arbeitsalltag

III Interkulturelle Kompetenz

Bei der Arbeit und im Alltag treffen wir zunehmend auf Menschen mit vielfältigen Hintergründen. Diese Tendenz wird sich auch zukünftig fortsetzen.
Interkulturelles Handeln kann dabei als eine wichtige Kompetenz im Umgang mit Vielfalt verstanden werden.
Hierbei geht es nicht nur um das Lernen über 'andere' Kulturen, sondern auch um das bewusste Wahrnehmen der eigenen kulturellen Prägung, sowie die Besonderheiten und Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Kulturen. Dabei wird Kultur u.a. als ein System zur eigenen und gesellschaftlichen Orientierung verstanden, welches unser Denken, Handeln und Wahrnehmen beeinflusst.

Schwerpunkte eines eintägigen Trainings:

  • Auseinandersetzung mit der Frage "Was ist Kultur?“
  • Vorstellung von Kulturmodellen
  • Reflektion eigener Werte
  • Erfahrungen mit Fremdheit
  • Bedeutung von Vorurteilen
  • Transfer in den eigenen (Arbeits-) Alltag

___________________________________________________________

Hinweise:

Die eintägigen Trainings können als Reihe oder einzeln bei der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg angefragt und direkt bei Ihnen vor Ort durchgeführt werden. Erfahrene TrainerInnen passen die Angebote an die jeweiligen lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten an und beziehen persönliche Erfahrungen und Beispiele der TeilnehmerInnen mit ein. Die Trainings bieten einen guten Einstieg in das Thema und Räume für erste praktische Übungen im Umgang mit der Materie. Zur Vertiefung der Thematik können auch zwei- bis dreitägige Wochenendtrainings organisiert werden.

Die Trainings können nur stattfinden, wenn sich bis 4 Wochen vor dem Trainingstermin mindestens 15 TeilnehmerInnen verbindlich mit Namen und Anschrift angemeldet haben. Da bei Absagen innerhalb der letzten 14 Tage vor dem Training oder bei Nichterscheinen leider die Förderung entfällt, wird eine Stornogebühr in Höhe von 50 Euro fällig.

Sollten Sie Interesse an einem oder mehreren der Seminare haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich gerne an uns!

 

Kontakt
Claire Horst
Tel.: 0331-200578-16
Fax.: 0331-20057820
E-Mail: horst@boell-brandenburg.de

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

Die Seminare finden im Rahmen des Projekts „SPACES – Information, Debatte und Training für Toleranz“ statt und werden im Bundesprogramm: „XENOS - Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales  und den Europäischen Sozialfonds gefördert. 

 

 

Informationen, Broschüren, Downloads
Tagung: Ausgrenzung durch die Mittelschicht - Abwertende Einstellungen der Mitte und ihre Folgen für die Gesellschaft
Wer Arbeitslosengeld bezieht, ruhe sich auf dem deutschen Sozialstaat aus, MuslimInnen leisteten keinen wertvollen Beitrag zu dieser Gesellschaft – das sind abwertende Einstellungen, die zunehmend auch in der Mitte der Gesellschaft deutlich zu Tage treten. Mit Vertetern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, sprachen wir über abwertende Einstellungen der Mitte und deren Folgen für die Gesellschaft. Dokumentation zur Tagung»
Sicher Auftreten gegen Rechts: Hier finden Sie Hinweise und Links zu hilfreichen Handreichungen, Broschüren und Institutionen. Hier Klicken»
Newsletter
Ich möchte den SPACES Newsletter abonnieren und interessiere mich insbesondere für Veranstaltungsinformationen in folgenden Regionen: Hier klicken»
XENOS Bundesministerium für Arbeit und Soziales Eurpäischer Sozialfonds für Deutschland Europäische Union