aktuelle Seminare: Menschenrechte - Meinungsfreiheit - Anti-Rassismus
Menschenrechte leben vor Ort 

Menschenrechte sind universell, sie gelten für alle Menschen unabhängig von Merkmalen wie Herkunft, Hautfar-be und Zugehörigkeit zu einer Religion. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde bisher von 192 Staaten anerkannt. Wichtige universelle Grundrechte sind u.a. die Freiheit und Gleichheit an Würde und Rechten. Damit Menschenrechte eingehalten werden können, müssen sie nicht nur auf globaler und nationaler, sondern auch auf lokaler Ebene geachtet und im Alltag umgesetzt werden. Doch was genau beinhaltet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte? Hat bspw. jeder Mensch ein Anrecht auf einen bestimmten Lebensstandard? Für die Einhaltung der Menschenrechte kann man sich nur stark machen, wenn man diese auch kennt.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sowie ihre Hintergründe und Grundprinzipien zu informieren. Es werden wichtige Institutionen und Instrumente, die die Einhaltung der Menschenrechte durchsetzen, vorgestellt. Anhand lokaler Beispiele von Menschenrechtsverletzungen wird in dem Seminar dargestellt, wann Menschenrechte verletzt werden und welche Akteure sich wie gegen Menschen-rechtsverletzungen einsetzen. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Menschenrechte im (Berufs-)Alltag eingehalten werden können und welche Handlungsoptionen es hierfür gibt. Abschließend werden im Seminar Organisationen vorgestellt, die sich für Menschenrechte einsetzen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sich vor Ort für Men-schenrechte engagieren kann.

Das Seminar richtet sich sowohl an Personen, die sich bisher noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt haben als auch an Engagierte, die bereits Vorwissen mitbringen. Dabei wird im Seminar auf den Kenntnisstand der TeilnehmerInnen eingegangen.

Die Meinungsfreiheit und ihre Grenzen

Das Seminar beschäftigt sich mit der Legitimität und Notwendigkeit der Besetzung des öffentlichen Raums mit demokratischen, humanistischen  (Gegen)Argumenten. In einer demokratischen Debatte gilt das Recht auf freie Meinungsäußerung. Eingeschränkt wird es dort, wo Grundrechte wie die Würde des Menschen verletzt werden oder geltendes Recht gebrochen wird. Meinungsfreiheit wird jedoch nicht nur durch Gesetze beschränkt, sondern auch durch Werte- und Moralvorstellungen, die als Grundlage für einen respektvollen Umgang miteinander die-nen. Wie weit diese Grenzen gehen, ob und wann sie überschritten werden und welche Rolle die Inszenierung von Tabubrüchen spielt, ist Gegenstand des Seminars. Die aktuelle „Sarrazin-Debatte“ bietet Anlass, sich mit den Grenzen der Meinungsfreiheit auseinander zu setzen. Menschen, die sich engagiert gegen Rassismus und Men-schenverachtung einsetzen, schlägt dabei nicht selten der Vorwurf der „Meinungspolizei“ entgegen.

Das Seminar versteht sich als praxisorientierte Analyse rund um das Thema Meinungsfreiheit. Dazu wird auch mit aktuellen realpolitischen Beispielen gearbeitet. Ziel des Seminars ist es, den eigenen Standpunkt in Bezug auf die Grenzen der Meinungsfreiheit zu schärfen, Strategien zur Erringung der Meinungshoheit zu erkennen und gegebenenfalls zu widerlegen sowie die eigene Position in der öffentlichen Debatte wirksam zu platzieren.

Das Seminar untergliedert sich in drei Blöcke:
- Rechtlicher Rahmen und Grenzen der Meinungsfreiheit
- Demokratie und Meinungsfreiheit - gesellschaftlicher Rahmen öffentlicher Debatten
- persönlicher Rahmen - eigene politische Standpunkte öffentlich zur Geltung bringen und Notwendigkeiten der Grenzziehung

Das Seminar richtet sich an Aktive, die sich kritisch mit rechten Einstellungen und Verhaltungsweisen auseinandersetzen und Interessierte, die sich mit eigenen Demokratievorstellungen und Grenzen der Meinungsfreiheit im öffentlichen Diskurs auseinandersetzen wollen.

Anti-Rassismus-Training: Was ist eigentlich Rassismus?

Wo fängt Rassismus eigentlich an? Rassismus und rassistische Äußerungen zu identifizieren, fällt nicht immer leicht, denn sie treten nicht nur als biologischer Rassismus auf. Kultur wird zu dem Mittel, über das der moderne Rassismus transportiert wird: Menschen werden nicht als Einzelne in ihrer Individualität geachtet, sondern auf ihre vermeintliche „Kultur“ reduziert. Hinzu kommt, dass rassistische und menschenverachtende Äußerungen nicht nur am rechten Rand, sondern vor allem auch in der Mitte der Gesellschaft präsent sind, wie die Debatten um das Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin deutlich gemacht haben.

Schwerpunkte des Trainings:
- Definition des Begriffes Rassismus
- Wo kommt Rassismus in welcher Form vor?
- Was ist die Funktion von Rassismus?
- Vermittlung anti-rassistischer Strategien
- Übungen, um eigene Rassismen und Rassismen in der Gesellschaft zu erkennen und zu hinterfragen

Das Training lädt Engagierte und Interessierte dazu ein, sich mit Rassismus und Ausgrenzung auseinanderzusetzen. 
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Hinweise:

Dauer: eintägige Fortbildung

Teilnehmer: 15-20 Personen

Teilnahmebetrag: nach Vereinbarung

Anmeldung: Bis zwei Wochen vor dem Seminar müssen sich ausreichend Teilnehmer verbindlich angemeldet haben. Eine Abmeldung vom Seminar ist nur bis zwei Wochen vor dem Seminar möglich. Bei kurzfristigen Absagen und Nichterscheinen wird bei Abmeldung von dem Seminar innerhalb der letzten 14 Tagen vor dem Seminar bzw. Nichtteilnahme eine Stornogebühr in Höhe von 50,00 € fällig.  

Sollten Sie Interesse an einem oder mehreren der Seminare haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich gerne an uns!

Kontakt
Lara Rudolph
Tel.: 0331-200578-14
Fax.: 0331-20057820
E-Mail: rudolph@boell-brandenburg.de

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstal-tenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veran-staltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

Die Seminare finden im Rahmen des Projekts „SPACES – Information, Debatte und Training für Toleranz“ statt und werden im Bundesprogramm: „XENOS - Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales  und den Europäischen Sozialfonds gefördert.  

Informationen, Broschüren, Downloads
Tagung: Ausgrenzung durch die Mittelschicht - Abwertende Einstellungen der Mitte und ihre Folgen für die Gesellschaft
Wer Arbeitslosengeld bezieht, ruhe sich auf dem deutschen Sozialstaat aus, MuslimInnen leisteten keinen wertvollen Beitrag zu dieser Gesellschaft – das sind abwertende Einstellungen, die zunehmend auch in der Mitte der Gesellschaft deutlich zu Tage treten. Mit Vertetern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, sprachen wir über abwertende Einstellungen der Mitte und deren Folgen für die Gesellschaft. Dokumentation zur Tagung»
Sicher Auftreten gegen Rechts: Hier finden Sie Hinweise und Links zu hilfreichen Handreichungen, Broschüren und Institutionen. Hier Klicken»
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