Öffentliche Räume gilt es aktiv zu gestalten und mit demokratischem Leben zu füllen. Hier finden Sie Informationen über öffentliche Aktionen und Demokratiefeste in Brandenburg. Die Postkarten zu unserer Aktion „Demokratie buchstabiert“ können Sie hier auch bestellen.
Publikation im Projekt "SPACES - Information, Debatte und Training für Toleranz"
Vereinsheime - Kommunikationsräume für Toleranz
Toleranz beginnt im Alltag. Wenn ein Blackfoot-Indianer im Schützenverein einen Pfeilbau-Workshop veranstaltet oder Travestiekünstler gemeinsam mit dem Herrenballett des Karnevalsvereins auftreten, kann es zu Unsicherheiten und Missverständnissen kommen. Und zum Abbau von Vorurteilen.
Das im Metropol Verlag neu erschienene Buch „Vereinsheime – Kommunikationsräume für Toleranz“ dokumentiert ein Experiment: ExpertInnen und Vereinsmitglieder mit gemeinsamen Interessen aber unterschiedlichen Herangehensweisen und soziokulturellen Hintergründen arbeiteten miteinander. Und lernten voneinander. mehr»
[normal ist anders] Open-Air-Kulturfestival in Neuruppin
Mit dem Open-Air-Kulturfestival sollte gezielt aus dem Blick Geratenes wieder ins Zentrum zurückgeholt und vermeintlich "Normales" hinterfragt werden. Nicht immer ist uns das mit viel Publikum gelungen - aber unsere Gäste und wir hatten stets viel Spaß. Alle Veranstaltungen, die im Festzelt stattgefunden haben, können Sie auf unserem Festival-Blog www.normalistanders.org nachlesen und verfolgen. Wir danken allen UnterstützerInnen und KooperationspartnerInnen und natürlich allen NeuruppinerInnen und BesucherInnen
SPACES im öffentlichen Raum
Neuruppin wehrt sich!
Neuruppiner wehren sich gegen rechtsextreme Demonstration
Dem Motto „Ruppin hat genug vom Rechten Spuk“ des Neuruppiner Aktionsbündnisses „Neuruppin bleibt bunt“ schlossen sich am 09. Juli 2011 mehrere Hundert Menschen aus dem ganzen Ruppiner Land an und stellten sich einem alljährlichen Aufmarsch von Mitgliedern der rechtsextremen Freien Kräfte entgegen. Mit gewaltfreien, bunten und lautstarken Aktionen positionierten sie sich für ein tolerantes und weltoffenes Neuruppin und gegen rechtsextreme Einstellungen. Eine Sitzblockade konnte verhindern, dass die Rechtsextremen durch die Neuruppiner Innenstadt zogen. Auch die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war an diesem Tag mit dem Projekt SPACES – Informationen, Debatte und Training für Toleranz und der Aktion „demokratie buchstabiert“ mit dabei.Die-Mark-Online 09.07.2011 Maerkische Allgemeine Zeitung 11.07.2011
Wir sind Beeskow
"Wir sind Beeskow" Fotoworkshop mit Andreas Herzau
Elf Jugendliche aus Beeskow und Umgebung haben im August 2010 an einem einwöchigen Fotoworkshop der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg unter dem Motto „WIR SIND BEESKOW!“ teilgenommen. Geleitet wurde dieser von dem renommierten Fotografen Andreas Herzau. Die Jugendlichen präsentierten mit ausgewählten Fotos ihre ganz eigene Perspektive auf das Leben in Beeskow auf dem Demokratiefest der Stadt. Mehrvon Debatte bis Engagement - Demokratie buchstabiert!
Demokratie buchstabiert
Die Motive unserer Reihe "Demokratie buchstabiert" können als Plakate oder Postkarten im Büro der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg (wochentags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr) gegen eine kleine Spende abgeholt bzw. gegen Portokosten postalisch angefordert werden. Kontakt
Vielfalt tut gut- im Schenkenländchen
Unter dem Motto „Vielfalt tut gut- im Schenkenländchen“ fand auch in diesem Jahr wieder ein Demokratiefest im Ort Halbe statt. Viele Jahre hatten die Bewohner des Ortes mit dem Aufmarsch von Rechtsextremen zu kämpfen, die sich jährlich am Wochenende des Volkstrauertags im Ort versammelten, um zum nahegelegenen Waldfriedhof, dem größten Soldatenfriedhofs Deutschlands, zu marschieren. Nachdem der brandenburgische Landtag – u.a. durch die Bemühungen des Bündnisses „Halbe gegen Heldengedenken“ - Versammlungen an Gräberstätten verbot, endeten damit auch die Aufmärsche. Um ein Zeichen für die Toleranz in der Region zu setzen, findet alljährlich das Demokratiefest statt, bei dem die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg vertreten war. Zahlreiche andere Vertreter von Bündnissen, die örtliche Freiwillige Feuerwehr, verschiedene Bands und Gewerbetreibende aus der Region sorgten trotz Dauerregen für eine bunte Mischung der Angebote und fröhliche Unterhaltung.Gegen den Strom - Michendorfer Musikfestival für Toleranz und gegen Gewalt
Als Ausdruck zivilgesellschaftlichen Engagements fand am 11. September auf dem Sportplatz der SG Michendorf das Michendorfer Musikfestival für Toleranz und gegen Gewalt „Gegen den Strom“ statt. Von jungen engagierten Menschen wurden mehrere Bands (ap-prox, The Darkstars, Markee, Crying Out Loud und Without Lenny) sowie weitere jüngere MusikerInnen und KünstlerInnen eingeladen, wie der Solokünstler und Hip-Hopper painiaq und die Mitglieder des Jugendclubs JUMIX, die sich auch an der Organisation des Festivals beteiligten und mit ihrem Auftritt das Festival eröffneten.Von den vorgestellten Projekten und Aktionen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg zeigten die BesucherInnen vor allem für die Karten und Plakate des Projektes „Demokratie buchstabiert“ großes Interesse. Die zu jedem einzelnen Buchstaben im Wort Demokratie entsprechend zugewiesenen Begriffe – wie etwa „D“ für Debatte oder „M“ für Meinungsfreiheit – wurden als Bestandteile des liberalen Demokratiekonzeptes in Form von Tierbildern künstlerisch dargestellt. Die einfache und einprägsame bildliche Darstellung der Begriffe wie Opposition, Aufklärung, Engagement oder Rechtsstaat überzeugte auch die Michendorfer. Die beliebtesten Bilderkarten waren indes: Meinungsfreiheit, Aufklärung und Opposition. Ganz im Sinne der Veranstaltung: Gegen den Strom.
"Demokratiemeile" auf dem Oranienburger Stadtfest am 26. Juni 2010
Als Zeichen für Vielfalt und gegen Fremdenfeindlichkeit veranstaltete am 26. Juni 2010 das Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg auf dem Oranienburger Stadtfest eine Demokratiemeile. Auch der Förderverein für interkulturelle Bildung und Begegnung (FIBB) e.V. unterstützte die Organisation vielfältiger Stände und Programmpunkte an dem sonnigen Samstag in Brandenburg. Auf der Wiese hinter dem Hotel an der Havel präsentierten sich Organisationen, Initiativen und Vereine. Auf der großen Bühne inmitten der Stände gaben verschiedene Bands ihr Repertoire zum Besten: von Klezmer-Musik bis Hip Hop gab es für jeden Geschmack einen Programmpunkt. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Stand und verschiedensten Materialien vertreten. Kostenfrei mitgenommen werden konnten Informationen zum Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie Demokratie und Toleranz als auch Informationen zu anderen Themen der Stiftung.Familienfest der Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" am 18. April 2010
Am 18. April feierte die Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ ein Familienfest am E-Werk in Zossen. Anlass war der rechtsradikale Brandanschlag in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 2010, dem das Haus der Demokratie vollständig zum Opfer gefallen war. Eröffnet wurde mit einer musikalischen Darbietung der Quadrophoniker, zu dem auch das schönste Frühlingswetter einlud. Ein wichtiger Programmpunkt an diesem Tag war ein Gespräch zum Umgang der Kommunen mit dem Rechtsextremismus. TeilnehmerInnen waren der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter, der Ludwigsfelder Bürgermeister Frank Gerhard, Frank Broshog, der Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee und die Bürgermeisterin von Zossen Michaela Schreiber. Moderiert von Jan Kasiske vom Mobilen Beratungsteam Trebbin kamen in dem Gespräch sehr unterschiedliche Auffassungen zum Ausdruck – während bspw. Schröter mit direkter Sprache Engagement gegen Rechts forderte, äußerte Michaela Schreiber, dass man den BürgerInnen nicht vorschreiben könne, was sie denken. Von Kabarett für die Großen bis zum Clown für die Kleinen war bis zum späten Abend alles geboten – für das leibliche Wohl war mit Speisen und Getränken gesorgt. Für die grauen Zellen gab es zahlreiche Stände verschiedener Organisationen – auch der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg – mit Informationen rund um das Thema Demokratie und Rechtsextremismus. Die zahlreichen Besucher bezeugten die Solidarität der Brandenburger BürgerInnen mit der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ und dem Schicksal ihres Haus der Demokratie."Demokratie im Quadrat" in Neuruppin am 27. März 2010
Für den 27. März 2010 war ein Aufmarsch der so genannten "Freien Kräfte" in der Stadt Neuruppin angemeldet. Zeitgleich fand ein großes Straßenfest unter dem Motto „Demokratie im Quadrat – schöner leben ohne Nazis“ statt, das vom lokalen Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ initiiert wurde, um ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Kräfte zu setzen. Im Karree zwischen Stein-, Friedrich-Engels-, Virchow- und Karl-Marx-Straße füllten sich die Straßen trotz des trüben Wetters mit Leben. Die demokratischen Akteur/innen verhinderten dadurch, dass Rechtsextreme durch die Innenstadt marschieren konnten. Linke Gruppen blockierten eine Kreuzung, die direkt an der Innenstadt Neuruppins vorbeiführte. Stattdessen versammelten sich ca. 300 Neonazis in den Nebenstraßen und -plätzen Neuruppins. Rund 50 Initiativen und Vereine aus dem ganzen Land beteiligten sich am Samstag in der Zeit von 11 bis 16 Uhr an der Aktion. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg gestaltete gemeinsam mit den Ökobauern Peter Masloch und Claudia Pirch-Masloch einen bunten Stand, auf dem u.a. die Plakate und Postkarten der Initiative "Demokratie buchstabiert" verteilt wurden."Vielfalt tut gut" im Schenkenländchen am 14.11.2009
Der Waldfriedhof Halbe ist eine der größten Kriegsgräberstätten Deutschlands. Dort ruhen über 28.000 Opfer des Zweiten Weltkrieges, überwiegend im "Kessel von Halbe" Gefallene, aber auch hingerichtete Deserteure der Wehrmacht, Zwangsarbeiter und zwischen 1945 und 1947 Verstorbene aus dem sowjetischen Speziallager Ketschendorf. Neonazistische Gruppen instrumentalisieren den Friedhof seit 1989 am Volkstrauertag, um "zum Heldengedenken" aufzumarschieren.Als Gegendemonstration hat ein von der Landesregierung Brandenburg unterstütztes Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit einen „Tag der Demokraten“ ins Leben gerufen. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Informationsstand auf dem Bürgerfest vertreten. Johannes Lichdi, Abgeordneter im sächsischen Landtag für Bündnis 90 / Die Grünen, warb in einer Rede um Unterstützung in Dresden, wo eine ähnliche Instrumentalisierung von Leiden der Zivilgesellschaft während des Dritten Reichs stattfindet. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg, der von rechtsextremen Vereinigungen für Aufmärsche genutzt wird.
Der geplante Aufmarsch konnte in Halbe für 2009 verhindert werden. Neben lokalen Bündnissen aus ganz Brandenburg kamen die Landesstiftungen der demokratischen Parteien, zahlreiche Kulturverbände sowie Künstler und Künstlerinnen. Das Bühnenprogramm gestaltete sich variantenreich von Hip Hop bis Balkan Beat und verlieh dem Örtchen Halbe eine bunte, lebhafte Atmosphäre.
"Keine Stimme den Nazis" am 12.09.2009
Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg auf dem Bürgerfest für eine weltoffene und demokratische Region Beeskow – "Keine Stimme den Nazis" am 12.09.2009 auf dem Marktplatz in BeeskowAm Nachmittag des 12. September 2009 haben Beeskower und Brandenburger Demokraten und Demokratinnen ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. Der DGB, die örtlichen Kirchen, die Stadt Beeskow sowie Parteien und Verbände hatten ein Fest initiiert, zu dem alle demokratischen Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren. Auch die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Stand und mehreren Mitarbeiterinnen auf dem Marktplatz vertreten.
Nach der Eröffnung des Festes flogen vom Marktplatz Friedenstauben in den blauen Himmel, den die Infostände der beteiligten Akteure säumten. Zudem waren VertreterInnen und Vertreter demokratischer Parteien eingeladen worden, um im Rahmen der anstehenden Landtags- und BürgermeisterInnenwahl miteinander zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Die Band "Tres Dos" sorgte für eine gelungene musikalische Umrahmung des Nachmittags, bei dem auch für das leibliche Wohl der BesucherInnen gesorgt war.









