Als Zeichen für Vielfalt und gegen Fremdenfeindlichkeit veranstaltete am 26. Juni 2010 das Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg auf dem Oranienburger Stadtfest eine Demokratiemeile. Auch der Förderverein für interkulturelle Bildung und Begegnung (FIBB) e.V. unterstützte die Organisation vielfältiger Stände und Programmpunkte an dem sonnigen Samstag in Brandenburg. Auf der Wiese hinter dem Hotel an der Havel präsentierten sich Organisationen, Initiativen und Vereine. Auf der großen Bühne inmitten der Stände gaben verschiedene Bands ihr Repertoire zum Besten: von Klezmer-Musik bis Hip Hop gab es für jeden Geschmack einen Programmpunkt. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Stand und verschiedensten Materialien vertreten. Kostenfrei mitgenommen werden konnten Informationen zum Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie Demokratie und Toleranz als auch Informationen zu anderen Themen der Stiftung.
Als Gegendemonstration hat ein von der Landesregierung Brandenburg unterstütztes Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit einen „Tag der Demokraten“ ins Leben gerufen. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Informationsstand auf dem Bürgerfest vertreten. Johannes Lichdi, Abgeordneter im sächsischen Landtag für Bündnis 90 / Die Grünen, warb in einer Rede um Unterstützung in Dresden, wo eine ähnliche Instrumentalisierung von Leiden der Zivilgesellschaft während des Dritten Reichs stattfindet. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg, der von rechtsextremen Vereinigungen für Aufmärsche genutzt wird.
Der geplante Aufmarsch konnte in Halbe für 2009 verhindert werden. Neben lokalen Bündnissen aus ganz Brandenburg kamen die Landesstiftungen der demokratischen Parteien, zahlreiche Kulturverbände sowie Künstler und Künstlerinnen. Das Bühnenprogramm gestaltete sich variantenreich von Hip Hop bis Balkan Beat und verlieh dem Örtchen Halbe eine bunte, lebhafte Atmosphäre.
Am Nachmittag des 12. September 2009 haben Beeskower und Brandenburger Demokraten und Demokratinnen ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. Der DGB, die örtlichen Kirchen, die Stadt Beeskow sowie Parteien und Verbände hatten ein Fest initiiert, zu dem alle demokratischen Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren. Auch die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Stand und mehreren Mitarbeiterinnen auf dem Marktplatz vertreten.
Nach der Eröffnung des Festes flogen vom Marktplatz Friedenstauben in den blauen Himmel, den die Infostände der beteiligten Akteure säumten. Zudem waren VertreterInnen und Vertreter demokratischer Parteien eingeladen worden, um im Rahmen der anstehenden Landtags- und BürgermeisterInnenwahl miteinander zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Die Band "Tres Dos" sorgte für eine gelungene musikalische Umrahmung des Nachmittags, bei dem auch für das leibliche Wohl der BesucherInnen gesorgt war.






