Toleranz beginnt im Alltag. Wenn ein Blackfoot-Indianer im Schützenverein einen Pfeilbau-Workshop veranstaltet oder Travestiekünstler gemeinsam mit dem Herrenballett des Karnevalsvereins auftreten, kann es zum kulturellen Crash kommen. Oder zum Abbau von Vorurteilen.
Das im Metropol Verlag neu erschienene Buch „Vereinsheime – Kommunikationsräume für Toleranz“ dokumentiert ein Experiment: Mitglieder von Brandenburger Vereinen setzen sich mit Menschen anderer Kulturen und Szenen auseinander. Und diese mit ihnen. mehr»
Mit dem Open-Air-Kulturfestival sollte gezielt aus dem Blick Geratenes wieder ins Zentrum zurückgeholt und vermeintlich "Normales" hinterfragt werden. Nicht immer ist uns das mit viel Publikum gelungen - aber unsere Gäste und wir hatten stets viel Spaß. Alle Veranstaltungen, die im Festzelt stattgefunden haben, können Sie auf unserem Festival-Blog www.normalistanders.org nachlesen und verfolgen. Wir danken allen UnterstützerInnen und KooperationspartnerInnen und natürlich allen NeuruppinerInnen und BesucherInnen
SPACES im öffentlichen Raum
Die-Mark-Online 09.07.2011 Maerkische Allgemeine Zeitung 11.07.2011
von Debatte bis Engagement - Demokratie buchstabiert!
Demokratie buchstabiert
Von den vorgestellten Projekten und Aktionen der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg zeigten die BesucherInnen vor allem für die Karten und Plakate des Projektes „Demokratie buchstabiert“ großes Interesse. Die zu jedem einzelnen Buchstaben im Wort Demokratie entsprechend zugewiesenen Begriffe – wie etwa „D“ für Debatte oder „M“ für Meinungsfreiheit – wurden als Bestandteile des liberalen Demokratiekonzeptes in Form von Tierbildern künstlerisch dargestellt. Die einfache und einprägsame bildliche Darstellung der Begriffe wie Opposition, Aufklärung, Engagement oder Rechtsstaat überzeugte auch die Michendorfer. Die beliebtesten Bilderkarten waren indes: Meinungsfreiheit, Aufklärung und Opposition. Ganz im Sinne der Veranstaltung: Gegen den Strom.
Als Gegendemonstration hat ein von der Landesregierung Brandenburg unterstütztes Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit einen „Tag der Demokraten“ ins Leben gerufen. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Informationsstand auf dem Bürgerfest vertreten. Johannes Lichdi, Abgeordneter im sächsischen Landtag für Bündnis 90 / Die Grünen, warb in einer Rede um Unterstützung in Dresden, wo eine ähnliche Instrumentalisierung von Leiden der Zivilgesellschaft während des Dritten Reichs stattfindet. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zählende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg, der von rechtsextremen Vereinigungen für Aufmärsche genutzt wird.
Der geplante Aufmarsch konnte in Halbe für 2009 verhindert werden. Neben lokalen Bündnissen aus ganz Brandenburg kamen die Landesstiftungen der demokratischen Parteien, zahlreiche Kulturverbände sowie Künstler und Künstlerinnen. Das Bühnenprogramm gestaltete sich variantenreich von Hip Hop bis Balkan Beat und verlieh dem Örtchen Halbe eine bunte, lebhafte Atmosphäre.
Am Nachmittag des 12. September 2009 haben Beeskower und Brandenburger Demokraten und Demokratinnen ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. Der DGB, die örtlichen Kirchen, die Stadt Beeskow sowie Parteien und Verbände hatten ein Fest initiiert, zu dem alle demokratischen Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren. Auch die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg war mit einem Stand und mehreren Mitarbeiterinnen auf dem Marktplatz vertreten.
Nach der Eröffnung des Festes flogen vom Marktplatz Friedenstauben in den blauen Himmel, den die Infostände der beteiligten Akteure säumten. Zudem waren VertreterInnen und Vertreter demokratischer Parteien eingeladen worden, um im Rahmen der anstehenden Landtags- und BürgermeisterInnenwahl miteinander zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Die Band "Tres Dos" sorgte für eine gelungene musikalische Umrahmung des Nachmittags, bei dem auch für das leibliche Wohl der BesucherInnen gesorgt war.









